Juli03

Handyortung: ohne Einverständnis des Besitzers illegal

Über den hohen Nutzwert eines Handys braucht man wohl erst gar nicht diskutieren. Doch ein Mobiltelefon kann noch für weitere Zwecke eingesetzt werden als für die Kommunikation per Sprache oder Textnachricht. Die Rede ist von Handyortung – ein Phänomen, an dem sich die Geister scheiden. Denn die technische Möglichkeit, ein Mobiltelefon orten zu können kann durchaus ihre Vorteile haben. Und solange alles im legalen Rahmen bleibt, ist auch nichts dagegen zu sagen. Doch was, wenn die Handyortung ohne Einverständnis geschieht, wohlgemerkt seitens des Besitzers? Aber alles der Reihe nach. Es ist tatsächlich so, dass Handyortung grundsätzlich mit jedem mobilen Telefon möglich ist. Zum einen gibt es dafür spezielle Software, mittels der man ein Mobiltelefon jederzeit aufspüren kann, natürlich nur, wenn das Gerät auch eingeschaltet ist. Zum anderen gibt es im Internet diverse Anbieter für Handyortung. Und wie gesagt, solange es auch legal ist, dann ist es doch eine prima Sache, dass eine solche Technologie zur Verfügung steht.

So kann es zum Beispiel überaus sinnvoll, das eigene Handy orten zu können. Warum? Nun, es gibt bekanntlich Menschen, die einfach vergesslich sind und öfter mal etwas irgendwo liegen lassen oder Sachen verlieren. Man kennt ja das Problem mit dem Schlüssel. Längst nicht alle Menschen haben einen festen Platz für ihre Schlüssel, beispielsweise das Türschloss oder ein Schlüsselbrett. Viele sind froh, wenn sie etwa nach einem langen Arbeitstag endlich in den eigenen vier Wänden sind und der Wohnungsschlüssel wird dann oft einfach irgendwo abgelegt. Mit den Gedanken ist man ja schon bei dem Kühlschrank und der Mikrowelle. Dann rutscht der Schlüssel womöglich runter hinter der Kommode und nächsten Morgen geht dann die große Suchaktion in aller Hektik los. Weshalb auch irgendwann der pfiffige Schlüsselfinder erfunden wurde. So ähnlich ist es auch mit dem Handy – beim Spaziergang mit dem Hund verlorenes Handy ortenetwas arg mit diesem getobt und schon kann unbemerkt das Gerät aus der Jackentasche gefallen sein. Hierbei kann Handyortung eine schnelle Abhilfe schaffen. Das gleiche gilt auch, wenn das gute Ding gestohlen wird. So wie ein GPS-Tracker dabei hilft, gestohlene Autos wieder zu finden, so hilft auch die Handyortung, den Aufenthaltsort von einem geklauten Handy zu bestimmen.

Und schließlich kann sich diese auch als ein echter Retter in Not entpuppen. Wenn sich das eigene Mobiltelefon oder das eines Angehörigen oder Freundes mit dessen Einwilligung orten lässt, dann kann das im Ernstfall sogar Leben retten. Man denke hier an verunglückte Bergsteiger usw.

Doch was ist mit den Fällen, wo die Handyortung ohne Einverständnis des Besitzers passiert und welche Gründe sollte es dafür geben? Die letzte Frage lässt sich nicht in einem Satz beantworten, denn es gibt mehr als genug Gründe dafür, warum es interessant sein könnte, den Standort eines bestimmten Handys und somit in aller Regel auch seines Träger zu kennen. Der eifersüchtige Partner ist da fast schon ein Klassiker. Ein misstrauischer Arbeitgeber, der seinem Mitarbeiter die Arbeitsunfähigkeit nicht einfach so abnimmt, kann ebenso ein starkes Motiv für eine illegale Handyortung haben. Solcher Beispiele ließen sich vieler anführen, aber eines ist sicher: wann immer eine Fremdortung des Handys ohne das Einverständnis des Besitzers vorgenommen wird, ist sie nach derzeitigem Rechtsstand illegal.

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Posted by admin under Technik

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