August31

Konrad Zuse: der Computerpionier schlechthin

Computer – unser Freund und Helfer

So ähnlich muss man es fast schon ausdrücken, wenn man bedenkt, wie beliebt diese Geräte sind. Anfangs nur das Spielzeug eingefleischter Freaks sind Computer heute in allen gesellschaftlichen Schichten sowie Altersgruppen verbreitet. Für einen Teil der Benutzer stellt der PC ein unverzichtbares Arbeitswerkzeug dar. Andere wiederum nutzen ihn im Rahmen der Freizeitbeschäftigung; teilweise wird er fast ausnahmslos nur noch für den Zugang ins Internet verwendet.
Dabei hat der Computer eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen, die vielleicht einzigartig in ihrer Art ist. Schaut man sich zum Beispiel die Automobile der 1920-er Jahre an, so ist der Unterschied zu den modernen Autos doch nicht wirklich exorbitant. Vergleicht man dagegen einen Computer aus den 1960-er Jahren mit einem modernen PC, so kann man wirklich nur staunen.

Alter Computer

Computerpionier Konrad Zuse

Doch wann nahm alles eigentlich seinen Anfang? So leicht lässt sich diese Frage nicht beantworten, was letztlich von der Definition abhängt. Würde man nämlich bereits die ersten Rechenmaschinen als eine Art Computer betrachten, dann müsste man antworten, dass die ganze Geschichte schon vor über 2.000 Jahren angefangen hatte. Wenn man hingegen von der ersten programmgesteuerten binären Rechenmaschine ausgeht, die sich dann auch tatsächlich als funktionstüchtig erwiesen hat, so lässt sich als Zeitpunkt das Jahr 1941 bestimmen, in dem Konrad Zuse der Welt seine stolze Erfindung – die Z3 vorstellen konnte. Der bereits drei Jahre zuvor von ihm entwickelten Z1 fehlte es leider an vollständigen Funktionstüchtigkeit.

In diesem Video wird die sich im Deutschen Museum München befindliche Z3 vorgestellt:

Wer war Konrad Zuse

1910 in Berlin geboren, interessierte sich Zuse bereits als Schüler für die Technik, wobei seine Kreativität nicht zuletzt durch künstlerische Arbeiten an den Tag kam. Nach seinem Abitur studierte der spätere Computervater zunächst Maschinenbau, bevor er sich schließlich für das Fach Bauingenieurswesen entschloss. Auch während seiner Studienzeit ging er weiterhin seinen künstlerischen Aktivitäten nach. Seinen Abschluss machte Konrad Zuse 1935 als diplomierter Bauingenieur und war zunächst als Statiker tätig. Diese Tätigkeit gab er nach ca. einem Jahr auf, um sich von da an seinen Entwicklungen voll und ganz widmen zu können, wozu er in der elterlichen Wohnung eigens eine Werkstatt einrichtete. Etwa zwei Jahre später erblickte dort auch die legendäre Z1 das Licht der Welt. Diese, aber erst recht die nachfolgenden Erfindungen sorgten dafür, dass der Name Zuse untrennbar mit der Computergeschichte verbunden ist.

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Posted by admin under Technik

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