Mai16

Noch schneller – die nächste Generation von LTE

Derzeit bieten LTE-Tarife und Flatrates die schnellsten mobilen Internet-Zugänge auf dem deutschen Markt. Mit bis zu 100.000 (Telekom) bzw. 50.000 (Vodafone) Megabit pro Sekunde können Nutzer in diesen Tarifen online gehen und Daten mit dem Internet austauschen. Diese Geschwindigkeiten können aber bereits in wenigen Jahren schon wieder überholt sein, denn Samsung hat erfolgreich erstmals Daten im 5G Bereich übertragen. Dabei konnte man mit der Nachfolgetechnologie von LTE Geschwindigkeiten von bis zum 1 Gigabit pro Sekunden übertragen.

Wie Samsung mitteilte, konnten diese Geschwindigkeiten über eine Entfernung von 2 Kilometern aufrecht erhalten werden. Dazu wurde ein Frequenzband im 28 GHz Bereich genutzt und insgesamt kamen 64 Antennenelemente zum Einsatz. Mit mehr Elementen schaffte man sogar noch höhere Geschwindigkeiten; diese vielen Elemente wären dann aber nicht mehr in einem Smartphone oder Internet Stick unterzubringen.

Mehr Speed bis 2020

Damit wird klar, wohin sich der Bereich der mobilen Datenübertragung entwickeln wird. Samsung rechnet mit einer Marktreife der Technologie im Jahr 2020. Innerhalb weniger Jahr könnten sich die Geschwindigkeiten für den mobilen Internet-Zugang also verzehnfachen. Die Entwicklung der verschiedenen Generationen im Mobilfunkbereich geht dabei immer weiter:

  • 3G (UMTS und HSDPA+) – bis zu 42Mbit/s
  • 4G (LTE) – bis zu 100Mbit/s
  • 5G (noch keine Bezeichnung) – bis zu 1000Mbit/s

Aktuell ist aber bei maximal 100Mbit pro Sekunde Schluss. Für diese Geschwindigkeiten im mobilen Bereich zahlt man derzeit aber noch deutlich mehr als für normale Datenflatrates. So kostet bei der Telekom der Internet Stick samt Flatrate knapp 80 Euro monatlich, im Netz von Vodafone zahlt man für die schnellste LTE Flatrate immer noch um die 50 Euro. Zum Vergleich: für eine normale Internet-Flatrate im Mobilfunkbereich zahlt man derzeit zwischen 10 und 20 Euro. Diese Preise werden sicher in den nächsten Jahren noch sinken, aber auch 2020 wird man für schnelle Verbindung mehr Geld bezahlen müssen.

Schneller in die Drosselung

Dabei werden immer mehr die Volumenbegrenzungen zu einem Problem. Die aktuellen LTE-Tarife bieten maximal 20 Gigabyte Volumen pro Monat. Kunden, die mehr versurfen, werden gedrosselt, das heißt die Geschwindigkeit des Internet-Zugangs wird massiv reduziert. Bei hohen Geschwindigkeiten kann so bereits nach einigen Tagen die Drosselgrenze erreicht sein. Kommt der LTE Nachfolger mit noch mehr Geschwindigkeit, braucht man natürlich auch mehr Volumen, um die 5G Variante der Datenübertragung sinnvoll nutzen zu können. Was nützt der schnellste Tarif, wenn man nach einigen Tagen nur noch gedrosselt surfen kann?

Die Tarifgestaltung in der Zukunft ist aber noch gar kein Thema. Aktuell werden die technischen Grundlagen der neuen 5G Datenübertragung erarbeitet und zur Marktreife gebracht. Derzeit arbeiten mehrere Gruppen verteilt über die gesamte Welt am Nachfolger von LTE. In der EU befasst sich die Forschungsgruppe Metis (Mobile and Wireless Communications Enablers for the Twenty-Twenty), zu der unter anderem auch die Universität Bremen und die Deutsche Telekom gehören, mit dieser Aufgabenstellung.

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Posted by admin under Technik

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